Schwerpunkte

Digitalisierung ist weder Selbstweck noch Naturgewalt. Sie muss politisch gestaltet werden.
Mein Ziel ist eine inklusive Gesellschaft, die für jeden und jede Platz hat, die jede Lebensführung ermöglicht und dennoch solidarisch ist.
Weil wir weiterhin Journalismus brauchen, müssen Journalismus und Medienförderung neu gedacht werden.
Heute werden der Rechtsstaat und die Grundrechte dort gedehnt, wo Gruppen betroffen sind, die in unserer Gesellschaft keine Lobby haben und die niemand verteidigen will. 

Digitalisierung

Die Digitalisierung und der technologische Fortschritt bieten enorme Chancen für eine demokratischere, ökologischere und gerechtere Gesellschaft. Aber die Digitalisierung ist weder Selbstweck noch Naturgewalt. Sie muss politisch gestaltet werden. Denn Technologie ist nicht einfach neutral, sondern immer auch ein Abbild von Gesellschaft und Politik. Fortschritt bringt wenig, wenn er nicht den Menschen dient. Wenn wir die Weichen aber richtig stellen, könnte uns die Digitalisierung dabei helfen, die Arbeitszeit zu verkürzen, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, die Mitsprache vergrössern und die Umwelt- und Ressourcenbelastung zu verringern.

Ausgewählte Artikel:
Die Zukunft der Arbeit heute denken (mit Jean-Daniel Strub, erschienen im Politblog)
Mit Marx in die Zukunft der Digitalisierung (mit Balthasar Glättli, im Rahmen des Buchs „MarxnoMarx“)
Digitalisierung: neue Dringlichkeit und neue Mittel für eine Wirtschaftsdemokratie (mit Balthasar Glättli im Rahmen des Buchs „Reclaim Democracy“)

 

Gleichstellung

Die Frauenbewegung, die Bürgerrechtsbewegung in den USA, die LBGT-Aktivistinnen und Aktivisten und viele weitere Emanzipationsbewegungen sorgen seit den 1960er Jahren dafür, dass unsere Gesellschaft besser, gerechter und freier wird. Und auch ein wenig komplizierter. Mein Ziel ist eine inklusive Gesellschaft, die für jeden und jede Platz hat, die jede Lebensführung ermöglicht und dennoch solidarisch ist. Darum kämpfe ich für Gleichstellung und gegen Diskriminierung aller. Als Feministin gilt mein Einsatz insbesondere der Gleichstellung von Mann und Frau. Hier wurde zwar einiges erreicht, aber zur tatsächlichen Gleichstellung und einer gerechten Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit ist noch ein weiter Weg.

Ausgewählte Artikel:
Unbedingt eine Frau in den Bundesrat wählen? (Pro und Contra im Tages-Anzeiger)
Dopplet oder nüt? (erschienen im P.S.)
„Kommt das Thema Ausländer ins Spiel, wird nur noch geschrien“ (Interview in der Republik zum Thema Gewalt gegen Frauen)

 

Medienpolitik

Ohne kritischen und qualitativ hochstehenden Journalismus keine funktionierende Demokratie. In der direkten Demokratie der Schweiz, wo jedes Jahr mehrfach auf verschiedenen Ebenen über komplexe Sachverhalte abgestimmt wird, ist es unerlässlich, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger gut informiert ihre Entscheidungen treffen können. Im Zeitalter der Digitalisierung ist es aber schwieriger geworden, Journalismus zu finanzieren. Das kann ich auch aus eigener Erfahrung als Verlegerin bestätigen. Weil wir weiterhin Journalismus brauchen, müssen Journalismus und Medienförderung neu gedacht werden. Es braucht eine direkte Medienförderung auch für Print- und Online-Journalismus, aber ohne dass auf den Inhalt Einfluss genommen wird. Und es braucht Mittel für Infrastruktur und Innovationen, damit die Verlage den Strukturwandel bewältigen können.

Ausgewählte Artikel:
„Wir brauchen eine Medienförderung“ (Interview mit Tsüri)
Eine gute Zeitung ist wie Biogemüse“ (Interview im vpod-Magazin)

 

 

Grundrechte und Demokratie

Als Jugendliche habe ich mich aktiv bei Amnesty International für die Menschenrechte eingesetzt. Der Gewissensgefangene, den unsere Sektion betreute, war ein fundamentalistischer Muslim. Niemand, der mir politisch oder inhaltlich sympathisch gewesen wäre. Aber ich habe durch die Arbeit bei Amnesty gelernt, dass Menschenrechte, Grundrechte und Demokratie unteilbar sind. Und dass sie für alle gelten müssen. Heute werden der Rechtsstaat und die Grundrechte dort gedehnt, wo Gruppen betroffen sind, die in unserer Gesellschaft keine Lobby haben und die niemand verteidigen will. Dabei sind die Grundrechte gerade für sie am wichtigsten. Rechtsgleichheit brauchen jene am meisten, welche am wenigsten Unterstützer*innen haben. Die Verteidigung der Grundrechte und des Rechtsstaates war meine Hauptmotivation für den Wechsel in die Rechtskommission. Gerade in der heutigen Zeit, in der Demokratie in vielen Ländern wieder in Frage gestellt wird, ist es für mich die historische Verpflichtung der Sozialdemokratie, Demokratie und Rechtsstaat nicht nur zu verteidigen, sondern auch darüber nachzudenken, wie sie ausgebaut und verbessert werden können.

Ausgewählte Artikel:
Die Reise nach Istanbul (Essay erschienen im Sozialalmanach 2018 von der Caritas)
Das Badi-Verbot und eine Politik der Angst (erschienen im Polit-Blog)